#Trails 2021

Tag 1: 26km 1720hm

Start – Tannafreida – Zamangalpe (V1) – Grasjoch (Furkla) – Kreuzjoch – Wormser Hütte – Hochjochbahn (V2) – Lifinar – Mauren – Illweg – Ziel

Die ersten Meter beginnen in St. Gallenkirch. Zuerst geht es durch den Ort und mit Blick auf die Zamangspitze geht es über die am Ortsrand gelegenen Wiesen an den letzten Häusern vorbei auf den ersten ordentlichen Anstieg zur Tannafreida Maisäss. Es geht um alpine Trails und das wird sofort klar. Der Weg schraubt sich weiter hoch und es wechseln sich kleine Waldwege mit wundervollen Ausblicken und Single Trails (den Weg nicht verlierend) ab. Auf dem Weg zur Zamangalpe (Versorgung!) lassen wir so langsam die Baumgrenze hinter uns. Almwiesen und alpine Sträucher übernehmen die Szenerie nach den ersten 1000+ Höhenmetern bevor sich der Weg ein wenig erholsam eher langsam und sanft zum Grasjoch, der sogenannten Furkla, hochschraubt. Hier heißt es sich kurz orientieren, den Blick Richtung Arlberg und Verwallgruppe abschweifen lassen aber konzentriert bleiben, denn nun geht es weiter aufwärts Richtung Kreuzjoch. Das wird für heute der höchste Punkt mit einer tollen Aussicht, kleinen Seen und nun heißt es fertig werden für einen Abstieg der es in sich hat. Vorbei an der Wormser Hütte geht es durch Lawinenzäune schlängelnd zur Hochjoch Bahn Bergstation (Versorgung!). Die letzte Stärkung nehmend kommt nun ein Downhill der es in sich hat. Er schlängelt sich eng und gewunden durch die Bergwelt mit toller Flora und Fauna. Der Bereich Lifinar mit einer kleinen nicht bewirtschafteten Alpe lassen wir liegen und müssen konzentriert bleiben, denn die Bewaldung nimmt zu und man sieht und hört so langsam den Fluss Ill, der den Endspurt einläutet. An der Ill entlang entgegen dem Strom geht es nun zurück zum Start und der leichte permanente Anstieg bei gleichzeitig breiten Wegen ermöglicht nochmal Gas zu geben, sofern man das noch kann.

Tag 2: 37km 1760hm

Start – Ill Trail – Alte Miene – Lamm Hütta (V1) – Garneratal – Garneraalpe (V2) – Tübinger Hütte (Sommerweg) –
Mittelbergjoch – Vorderbergjoch – Vergaldental – Alpe Vergalden (V3) – Gargellen – Rüti – Ziel

Auf der Königsetappe wird jedem alles abverlangt und es kommt darauf an sich die Kraft gut einzuteilen. Von dieser Warte startend geht es die ersten Kilometer an einem kleinen Trail entlang der Ill, vorbei an einer Kneipp-Station. Hier kann man nicht entspannen, sondern es kommen die letzten ruhigen Meter bevor es in die Vertikale geht. Den Anfang macht der Weg entlang der alten Miene und er schlängelt sich dem Tal folgend bis zur Lamm Hütta (Versorgung!). Dort angekommen werden die Ziehwege der Pisten gekreuzt und es geht weiter aufwärts zum Garneratal. Das Tal, in dem die Verfilmung von Robert Schneiders „Schlafes Bruder“ gedreht wurde, liegt idyllisch und man sollte den Beginn genießen, denn hinter der Garneraalpe (Versorgung!) geht die alpine Post ab. Über den Sommerweg zur Tübinger Hütte werden Höhenmeter geschrubbt und obwohl die Hütte nah scheint, fängt es dort an weh zu tun und so wird es erst mal bleiben. Im oberen Bereich des Talkessels wird es technisch und der Weg schraubt sich weit über 2000m hoch zum Mittelbergjoch. Von dort aus geht es kurz bergab und dann nochmalig bergauf zum Vorderbergjoch, wo Vorsicht geboten ist, sodass man schlussendlich die majestätische Madrisella sieht, die auf der anderen Seite durchs Vergaldental die Grenze zur Schweiz markiert. Sie sollte den Runner erinnern, dass wir das Vergaldental anpeilen um den Rückweg anzutreten. Der angenehm, technische Abstieg mit Potenzial zum „Ballern”, fordert die Knie heraus, denn das Tal ist viel länger als man denken mag. Erst an der Alpe Vergalden (Versorgung!) kommt nach dem langen Weg durch hochalpines Gelände das Gefühl der Zivilisation zurück. Bis nach Gargellen geht es entlang des Vergaldenbachs und der im Talschluss liegende Ort begründet auch den anstehenden Abstieg entlang des alten Suggadinwegs. Der Bach wird den Läufern auf dem Weg zurück nicht von der Seite weichen, wobei es im Flow immer Talabwärts mal links und mal rechts entlang geht. Die letzten Kilometer mit (hoffentlich) der Sonne im Rücken, streift man Rüti und schlängelt sich zum Ziel zurück.

Tag 3: 27km 1820hm

Start – Neuberg – Aussergampaping – Innergampaping – Valiseramaisäß – Sonnenbahn (V1) – Valisera Hüsli – Valisera
Mittelstation – Alpe Nova (V2) – Versettla – Gantenkopf – Gafrescha – Grandaumaisäß – Ziel

Diesmal geht es vom Start weg schnurstracks auf den Neuberg hinauf. Beim Weg aufwärts lohnt sich der Blick zurück ins Tal, denn das nächste Mal wenn St. Gallenkirch in Sichtweite kommt, sind die Läufer auf den letzten Metern vor dem Ziel. Vom Neuberg geht es kontinuierlich weiter aufwärts. Angenehme Single Trails in Wäldern, auf Wiesen und durch die kleinen Ortsteile der Gampaping geht es im Flow bis kurz vor die Valiseramaisäß. Von dort wird der Flow von einer wahren Rampe abgelöst, denn es geht von nun an durch bewaldetes Gebiet in die Höhe. Der Weg schraubt sich bis knapp über die Waldgrenze wo das Skigebiet Silvretta die Trail Runner willkommen heißt. An der Sonnenbahn (Versorgung!) geht es vorbei und die Murmeltiere säumen den Weg, der sich stetig bis zum Valiserahüsli weiter durch die hochalpine Landschaft schlängelt. Es folgt der erste richtige Downhill des Tages, der über die Valisera Mittelstation zum Boden des Vermielbachs führt. Dieser zeigt an, dass es von nun an entlang des Baches aufwärts geht bis die Alpe Nova (Versorgung!) am Ende des Tals erreicht wird. Hier folgt dann noch einmal ein letzter züchtiger Aufstieg zur Versettla mit einem tollen Blick in das Montafon über die engen Wege des Gantenkopf und seinen Single Trails herunter zur Gafresha. Von dort folgt ein wunderschöner Abstieg bei dem man sich von den kreuzenden Skipisten nicht zum Abkürzen verleiten lassen darf. Auf direktem Weg geht es über einen Waldtrail wieder runter Richtung St. Gallenkirch zurück zur Ill um dann den Schlussspurt ins Ziel einzuläuten.