#Trails 2022

1. Oktober 2022: 26km 1880hm

Start – Gweil – Innergweilalpe – Gweiljoch – Tilisunaalpe – Tilisunahütte – Tilisunafurkele – Grubenpass – Plasseggenpass – Sarotlapass – Valiseramaisäß – Aussergampaping – Ziel

Am ersten Tag hält es die Läufer nicht in Österreich, sondern es geht kurz aus dem Ort raus in Richtung Schweiz. Bevor die Grenze erreicht wird dauert es, denn zuerst geht es hinauf in Richtung Gweil. In einem herausfordernden Anstieg schraubt sich der Weg hoch bis zur Innergweilalm. Von da an führt der Trail in hochalpines Gelände. Kurz begleitet vom Gweilbach geht es von dort weiter aufwärts bis zum Gweiljoch, einem historischen Bergpass, der zunächst der erste Höhepunkt des Tages ist. Nach einem kurzen Downhill wird die Tilisunaalpe erreicht. Nun pendelt der Weg in einem munteren Auf und Ab oberhalb von 2000m und schlängelt sich rund um den Montedona. Gesäumt wird der Trail in dieser Phase von wunderbaren Bergseen, einer traumhaften hochalpinen Landschaft bis schliesslich die Tilisunahütte vor den Bergen Verspala und dem Schwarzhorn den Ausblick bestimmt. An der Tilisunahütte angekommen, lohnt sich der Blick ins Tal mit dem wunderschönen Tilisunasee. Schnell orientieren wir uns nach vorn und damit in Richtung Schweiz, denn die wartet direkt hinter dem Tilisunafürggli auf 2226m. Mit dem ersten Sprint durch das Schweizer Gebiet von St. Antoenien geht es nur kurz herunter und einmal wieder hoch bis zum Scheitelpunkt des Grubenpasses. Mit Überquerung sind die Läufer wieder auf österreichischem Gebiet und dieses Wechselspiel setzt sich fort. Weiter geht es auf einen Trail der mit dem Plasseggen- und dem Sarottlapass noch zwei Höhepunkte im Visier hat. Zwischen diesen Pässen, die beide nah an der Marke von 2400m über dem Meer liegen, sind die Läufer erneut für einen kurzen Abschnitt in der Schweiz. Nach dem Sarottlapass wird dann der Downhill eingeläutet. Entlang des Baches kommt ein intensiver Abstieg an dessen Ende die Sarottla Maisäß mit ihren Häusern und Hütten liegt. Zurück im Tal, geht es entlang des Suggadinwegs über einen letzten kleinen Anstieg an der Rüti Maisäß hinunter in Richtung Chalet Resort. Die 300 Jahre alte Kapelle und der wiederkehrende Suggadinbach lassen dann erkennen, dass es nur noch wenige Kilometer bis zum Ziel sind.

2. Oktober: 29km 1650hm

Start – Ill Trail – Alte Miene – Lamm Hütta – Garneu – Garneratal (V1) – Garneraalpe – Matschunerjoch – Novatal mit Seresee – Alpe Nova (V2) – Gafrescha – Grandaumaisäß – Ziel

Auf der Königsetappe wird jedem alles abverlangt und es kommt darauf an, sich die Kraft gut einzuteilen. Von dieser Warte startend geht es die ersten Kilometer an einem kleinen Trail entlang der Ill, vorbei an einer Kneipp-Station. Hier kann man nicht entspannen, sondern es kommen die letzten ruhigen Meter bevor es in die Vertikale geht. Den Anfang macht der Weg entlang der alten Miene und er schlängelt sich dem Tal folgend bis zur Lamm Hütta. Dort angekommen wird die Garschurner SkiPiste gekreuzt und es geht weiter aufwärts über Garneu zum Garneratal. Das Tal (Versorgung!), in dem die Verfilmung von Robert Schneiders „Schlafes Bruder“ gedreht wurde, liegt idyllisch und man sollte den Beginn genießen, denn hinter der Garneraalpe geht die alpine Post ab. Steil schiebt sich der Trail hinauf zum Matschunerjoch. Es werden nun Höhenmeter geschrubbt und obwohl der Scheitelpunkt des Berges nah scheint, umso erstaunter ist man immer wieder, dass sich der Trail stetig weiter nach oben schlängelt und es immer wieder schafft kleine Bächlein zu kreuzen. Genießt dabei die Sicht auf die umliegenden Berge, die bis 3.000m hoch hinauf ragen – es ist wunderschön. Im oberen Bereich des Aufstiegs wird es technisch. Der Weg schraubt sich weit hoch bis auf über 2350m. Hier ist der höchste Punkt des Tages erreicht und Auge in Auge mit der Madrisella gelingt der Übertritt des Matschunerjochs, an dem viele Höhenwege kreuzen. Aufgepasst und den richtigen Weg wählen, denn von dort aus geht es bergab. Vom Ende des Novatals führt der Downhill über die Alpe Nova zum Almdorf Gafrescha. Für Alle, die Downhills lieben – hier werdet ihr Freude haben. Es ist ein angenehm technischer Abstieg mit Potenzial zum „Ballern”, aber seid gewarnt, denn bis ins Tal nach St. Gallenkirch ist es länger als man zunächst denken mag. Auf dem Weg hinunter wird die Alpe Nova (Versorgung!) passiert, bevor nach dem hochalpinen Gelände im Almdorf Gafrescha das Gefühl der Zivilisation zurück kommt. Bis zum Ziel geht es entlang eines Trails durch den Wald und über Almen bis der Talboden erreicht ist. Den letzten Kilometer mit (hoffentlich) der Sonne im Rücken, geht es an der Talstation vorbei zum Zielsprint.

3. Oktober: 26km 1730hm

Tag 3: 27km 1720hm

Start – Tannafreida – Zamangalpe (V1) – Grasjoch (Furkla) – Kreuzjoch – Wormser Hütte – Hochjochbahn (V2) – Lifinar – Mauren – Illweg – Ziel

Die ersten Meter beginnen in St. Gallenkirch. Zuerst geht es durch den Ort und mit Blick auf die Zamangspitze geht es über die am Ortsrand gelegenen Wiesen an den letzten Häusern vorbei auf den ersten ordentlichen Anstieg zur Tannafreida Maisäss. Es geht um alpine Trails und das wird sofort klar. Der Weg schraubt sich weiter hoch und es wechseln sich kleine Waldwege mit wundervollen Ausblicken und Single Trails (den Weg nicht verlierend) ab. Auf dem Weg zur Zamangalpe (Versorgung!) lassen wir so langsam die Baumgrenze hinter uns. Almwiesen und alpine Sträucher übernehmen die Szenerie nach den ersten 1000+ Höhenmetern bevor sich der Weg ein wenig erholsam eher langsam und sanft zum Grasjoch, der sogenannten Furkla, hochschraubt. Hier heißt es sich kurz orientieren, den Blick Richtung Arlberg und Verwallgruppe abschweifen lassen aber konzentriert bleiben, denn nun geht es weiter aufwärts Richtung Kreuzjoch. Das wird für heute der höchste Punkt mit einer tollen Aussicht, kleinen Seen und nun heißt es fertig werden für einen Abstieg der es in sich hat. Vorbei an der Wormser Hütte geht es durch Lawinenzäune schlängelnd zur Hochjoch Bahn Bergstation (Versorgung!). Die letzte Stärkung nehmend kommt nun ein Downhill der es in sich hat. Er schlängelt sich eng und gewunden durch die Bergwelt mit toller Flora und Fauna. Der Bereich Lifinar mit einer kleinen nicht bewirtschafteten Alpe lassen wir liegen und müssen konzentriert bleiben, denn die Bewaldung nimmt zu und man sieht und hört so langsam den Fluss Ill, der den Endspurt einläutet. An der Ill entlang entgegen dem Strom geht es nun zurück zum Start und der leichte permanente Anstieg bei gleichzeitig breiten Wegen ermöglicht nochmal Gas zu geben, sofern man das noch kann.