#Trails 2022

1. Oktober 2021: 26km 1850hm

Start  Gweiljoch Tilisunaalpe (V1) – Tilisunfürggli Grubenpass – Plasseggenpass – Sarotlapass – Sarottla (V2) Maisäß – Rüti Maisäß Ziel

Am ersten Tag hält es die Läufer nicht in Österreich, sondern es geht kurz aus dem Ort raus in Richtung Schweiz. Bevor die Grenze erreicht wird dauert es, denn zuerst geht es hinauf in Richtung Gweil. In einem herausfordernden Anstieg schraubt sich der Weg hoch bis zur Innergweilalm. Von da an führt der Trail in hochalpines Gelände. Kurz begleitet vom Gweilbach geht es von dort weiter aufwärts bis zum Gweiljoch, einem historischen Bergpass, der zunächst der erste Höhepunkt des Tages ist. Nach einem kurzen Downhill wird die Tilisunaalpe erreicht. Nun pendelt der Weg in einem munteren Auf und Ab oberhalb von 2000m und schlängelt sich rund um den Montedona. Gesäumt wird der Trail in dieser Phase von wunderbaren Bergseen, einer traumhaften hochalpinen Landschaft bis schliesslich die Tilisunahütte vor den Bergen Verspala und dem Schwarzhorn den Ausblick bestimmt. An der Tilisunahütte angekommen, lohnt sich der Blick ins Tal mit dem wunderschönen Tilisunasee. Schnell orientieren wir uns nach vorn und damit in Richtung Schweiz, denn die wartet direkt hinter dem Tilisunafürggli auf 2226m. Mit dem ersten Sprint durch das Schweizer Gebiet von St. Antoenien geht es nur kurz herunter und einmal wieder hoch bis zum Scheitelpunkt des Grubenpasses. Mit Überquerung sind die Läufer wieder auf österreichischem Gebiet und dieses Wechselspiel setzt sich fort. Weiter geht es auf einen Trail der mit dem Plasseggen- und dem Sarottlapass noch zwei Höhepunkte im Visier hat. Zwischen diesen Pässen, die beide nah an der Marke von 2400m über dem Meer liegen, sind die Läufer erneut für einen kurzen Abschnitt in der Schweiz. Nach dem Sarottlapass wird dann der Downhill eingeläutet. Entlang des Baches kommt ein intensiver Abstieg an dessen Ende die Sarottla Maisäß mit ihren Häusern und Hütten liegt. Zurück im Tal, geht es entlang des Suggadinwegs über einen letzten kleinen Anstieg an der Rüti Maisäß hinunter in Richtung Chalet Resort. Die 300 Jahre alte Kapelle und der wiederkehrende Suggadinbach lassen dann erkennen, dass es nur noch wenige Kilometer bis zum Ziel sind.

2. Oktober: 37km 1760hm

Start – Ill Trail – Alte Miene – Lamm Hütta (V1) – Garneratal – Garneraalpe (V2) – Tübinger Hütte (Sommerweg) –
Mittelbergjoch – Vorderbergjoch – Vergaldental – Alpe Vergalden (V3) – Gargellen – Rüti – Ziel

Auf der Königsetappe wird jedem alles abverlangt und es kommt darauf an sich die Kraft gut einzuteilen. Von dieser Warte startend geht es die ersten Kilometer an einem kleinen Trail entlang der Ill, vorbei an einer Kneipp-Station. Hier kann man nicht entspannen, sondern es kommen die letzten ruhigen Meter bevor es in die Vertikale geht. Den Anfang macht der Weg entlang der alten Miene und er schlängelt sich dem Tal folgend bis zur Lamm Hütta (Versorgung!). Dort angekommen werden die Ziehwege der Pisten gekreuzt und es geht weiter aufwärts zum Garneratal. Das Tal, in dem die Verfilmung von Robert Schneiders „Schlafes Bruder“ gedreht wurde, liegt idyllisch und man sollte den Beginn genießen, denn hinter der Garneraalpe (Versorgung!) geht die alpine Post ab. Über den Sommerweg zur Tübinger Hütte werden Höhenmeter geschrubbt und obwohl die Hütte nah scheint, fängt es dort an weh zu tun und so wird es erst mal bleiben. Im oberen Bereich des Talkessels wird es technisch und der Weg schraubt sich weit über 2000m hoch zum Mittelbergjoch. Von dort aus geht es kurz bergab und dann nochmalig bergauf zum Vorderbergjoch, wo Vorsicht geboten ist, sodass man schlussendlich die majestätische Madrisella sieht, die auf der anderen Seite durchs Vergaldental die Grenze zur Schweiz markiert. Sie sollte den Runner erinnern, dass wir das Vergaldental anpeilen um den Rückweg anzutreten. Der angenehm, technische Abstieg mit Potenzial zum „Ballern”, fordert die Knie heraus, denn das Tal ist viel länger als man denken mag. Erst an der Alpe Vergalden (Versorgung!) kommt nach dem langen Weg durch hochalpines Gelände das Gefühl der Zivilisation zurück. Bis nach Gargellen geht es entlang des Vergaldenbachs und der im Talschluss liegende Ort begründet auch den anstehenden Abstieg entlang des alten Suggadinwegs. Der Bach wird den Läufern auf dem Weg zurück nicht von der Seite weichen, wobei es im Flow immer Talabwärts mal links und mal rechts entlang geht. Die letzten Kilometer mit (hoffentlich) der Sonne im Rücken, streift man Rüti und schlängelt sich zum Ziel zurück.

3. Oktober: 27km 1720hm

Tag 3: 27km 1720hm

Start – Tannafreida – Zamangalpe (V1) – Grasjoch (Furkla) – Kreuzjoch – Wormser Hütte – Hochjochbahn (V2) – Lifinar – Mauren – Illweg – Ziel

Die ersten Meter beginnen in St. Gallenkirch. Zuerst geht es durch den Ort und mit Blick auf die Zamangspitze geht es über die am Ortsrand gelegenen Wiesen an den letzten Häusern vorbei auf den ersten ordentlichen Anstieg zur Tannafreida Maisäss. Es geht um alpine Trails und das wird sofort klar. Der Weg schraubt sich weiter hoch und es wechseln sich kleine Waldwege mit wundervollen Ausblicken und Single Trails (den Weg nicht verlierend) ab. Auf dem Weg zur Zamangalpe (Versorgung!) lassen wir so langsam die Baumgrenze hinter uns. Almwiesen und alpine Sträucher übernehmen die Szenerie nach den ersten 1000+ Höhenmetern bevor sich der Weg ein wenig erholsam eher langsam und sanft zum Grasjoch, der sogenannten Furkla, hochschraubt. Hier heißt es sich kurz orientieren, den Blick Richtung Arlberg und Verwallgruppe abschweifen lassen aber konzentriert bleiben, denn nun geht es weiter aufwärts Richtung Kreuzjoch. Das wird für heute der höchste Punkt mit einer tollen Aussicht, kleinen Seen und nun heißt es fertig werden für einen Abstieg der es in sich hat. Vorbei an der Wormser Hütte geht es durch Lawinenzäune schlängelnd zur Hochjoch Bahn Bergstation (Versorgung!). Die letzte Stärkung nehmend kommt nun ein Downhill der es in sich hat. Er schlängelt sich eng und gewunden durch die Bergwelt mit toller Flora und Fauna. Der Bereich Lifinar mit einer kleinen nicht bewirtschafteten Alpe lassen wir liegen und müssen konzentriert bleiben, denn die Bewaldung nimmt zu und man sieht und hört so langsam den Fluss Ill, der den Endspurt einläutet. An der Ill entlang entgegen dem Strom geht es nun zurück zum Start und der leichte permanente Anstieg bei gleichzeitig breiten Wegen ermöglicht nochmal Gas zu geben, sofern man das noch kann.